Bitcoin bei unter 7.000 US Dollar angekommen

Erstmals seit Mitte November liegt der Bitcoin Preis wieder bei unter 7.000 US Dollar. Auch alle anderen der 100 größten Kryptowährungen (mit Ausnahme von Tether) sind teilweise um 20% und mehr zurückgegangen im Vergleich zum Vortag. Wird sich dieser Trend zeitnahe wieder umkehren?

Am 07. Januar hatte die Marktkapitalisierung im Kryptomarkt ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Alle Kryptowährungen zusammen hatten dabei einen aggregierten Wert von knapp 830 Milliarden US Dollar erreicht. Seitdem befindet sich der Kryptomarkt im Sturzflug. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung nur noch bei 315 Milliarden US Dollar. Sie hat sich also mehr als halbiert innerhalb der letzten 30 Tage.

Einige verweisen daher gerade immer wieder auf ein Chart, dass zeigt wie sich Märkte, die sich Blasenartig entwickelt haben, in der Regel langfristig verhalten.

Vorhersage zur Entwicklung von Märkten in einer Blase

Tatsächlich ist eine gewisse Ähnlichkeit zur Preisentwicklung von Bitcoin zu erkennen, wenn wir auf Entwicklung des Bitcoin Preises der letzten 12 Monate schauen.

Bitcoin Kurs der letzten 12 Monate

Wenn wir dem Chart zur Entwicklung von Märkten in einer Blase Glauben schenken, dann befinden wir uns gerade in der „Capitulation“ Phase. Nach dieser würde sich dann der Trend langsam wieder umkehren und der Wert wieder zu steigen anfangen. Allerdings wäre das Wachstum dann weniger schnell als in der Vergangenheit. Ob ihr dem Ansatz vertraut bleibt euch überlassen aber zumindest ist es ein interessanter Blickwinkel. Was wir auf jeden Fall nicht haben ist ein konkreter Grund, warum Kryptowährungen auf einmal wertlos sein sollen.

Den Kurs nach unten drücken derzeit immer wieder schlechte Nachrichten und das damit sinkende Vertrauen der Anleger. Vor allem 2 negative Nachrichten stechen derzeit heraus.

  • China will den Zugang für seine Einwohner zu ausländischen Börsen einschränken. Da in China auch das Internet stark zensiert wird, hat die Regierung damit auch die Möglichkeit den Zugriff auf Webseiten einzuschränken. Einen 100% Schutz bietet das aber nicht. Denn bereits zu der Zeit als ich in China gelebt habe gab es immer wieder Weg die Sperrung zu umgehen.
  • Darüber hinaus haben große Banken (Lloyds Banking Group, Bank of America, J.P. Morgan Chase und Citigroup) angefangen, den Kauf von Bitcoin per Kreditkarte zu unterbinden. Kunden, mit Kreditkarten der jeweiligen Banken, können daher keine neuen Bitcoins mehr über ihre Kreditkarten kaufen.

Neben Bitcoin sind aber auch alle anderen Kryptowährungen vom Sturzflug betroffen. Der größte Verlierer der letzten 30 Tage war Ripple (XRP). Hier ist der Kurs von über 3 US Dollar auf jetzt nur noch 0,70 US Dollar gefallen. Auch der Wert von IOTA ist von 4 US Dollar auf 1,44 US Dollar zurückgegangen.

Wo und wann genau sich dieser Trend umkehren wird bleibt abzuwarten. Bitcoin hat das nächst größere Support Level bei 6.500 US Dollar. Aber auch das ist nicht groß genug, als das wir da nicht drunter fallen könnten.

Bitcoin Orderbuch auf Gdax (in grün bereits eingestellte Kauforder und in rot Verkauforder)
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3 Kommentare

  1. Ein Schneeballsystem, dem das Vertrauen entzogen wurde.
    Aber so ist das mit der Massenhysterie, dem Kaufrausch und der T-Aktie.
    Merke: Wenn dich ganz normale über 50 jährige Bekannte fragen, in welche Kryptowährung sie investieren sollen: Strong sell signal !

  2. Stelle hier mal folgendes Zitat aus der „WELT“ zur Diskussion:

    Als Währung sollten Bitcoins als Recheneinheit, Zahlungsinstrument und stabiles Wertaufbewahrungsmittel nutzbar sein. Sie sind nichts davon. Niemand gibt den Preis von irgendetwas in Bitcoins an. Nur wenige Einzelhändler akzeptieren sie. Und sie sind ein schlechtes Wertaufbewahrungsmittel, weil ihr Preis an einem einzigen Tag um 20 bis 30 Prozent schwanken kann.

    Jeden Tag werden hundert weitere Kryptowährungen erfunden
    Schlimmer ist, dass Kryptowährungen im Allgemeinen auf einer falschen Prämisse basieren. Laut Bitcoin-Befürwortern gibt es eine stabile Menge von 21 Millionen Währungseinheiten; daher könnten Bitcoins nicht wie Giralwährungen an Wert verlieren. Doch diese Behauptung ist eindeutig betrügerisch, bedenkt man, dass Bitcoin sich bereits in drei Zweige gespalten hat: Bitcoin Cash, Litecoin und Bitcoin Gold.

    Zudem werden jeden Tag hunderte weiterer Kryptowährungen erfunden, zusammen mit als „Initial Coin Offerings“ bekannten Betrugsmaschen, die überwiegend darauf ausgelegt sind, die Wertpapiergesetze zu umgehen. Die „stabilen“ Kryptowährungen schaffen also einen Geldbestand und entwerten ihn in einem sehr viel höheren Tempo, als das je eine große Notenbank getan hat.

    Wie bei einer Finanzblase typisch, kaufen Anleger Kryptowährungen nicht, um sie im Rahmen von Transaktionen zu verwenden, sondern weil sie erwarten, dass sie im Wert steigen. Wenn jemand Bitcoins tatsächlich nutzen wollte, würde ihm das ziemlich schwer fallen. Die Herstellung von Bitcoins erfordert so viel Energie (und ist daher enorm umweltschädlich) und sie sind mit derart hohen Transaktionskosten verbunden, dass selbst Bitcoin-Konferenzen sie nicht als gültiges Zahlungsmittel akzeptieren.

    Vielleicht hat sich insbesondere der Bitcoin selbst abgeschafft.

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